vorläufiges

BirdRace-Ergebnis 2020

Wochenende 9.Mai 2020 (04:00-22:00 MEZ)

  • 620 Personen in 340 Teams
  • 234 Arten
  • 5.982€ für den Artenschutz!

Im schnellen Überblick …

Das Team "St. Martins Maskenstelzen" bei Ihrem alljährlichen Betriebsausflug auf dem Gebiet der St. Martins Therme im Burgenland
Das Team "St. Martins Maskenstelzen" bei Ihrem alljährlichen Betriebsausflug auf dem Gebiet der St. Martins Therme im Burgenland

Das BirdRace 2020 wird  wohl allen Teilnehmern lange in Erinnerung bleiben. Mitten in der Corona-Krise mussten die Rahmenbedingungen angepasst werden. 18h Zeit blieb den Racer/Innen heuer, um in einem Kreisradius von 2km (Durchmesser also 4km) so viele Arten wie möglich zu entdecken. Um Abstände einhalten zu können, durften heuer erstmals auch Personen alleine racen. Dieser Umstand, gepaart mit einer vereinfachten Eingabemöglichkeit der Daten für Anfänger auf der BirdLife-Homepage führte zu einem markanten Anstieg an Beobachter/Innen. Der Teilnehmer-Rekord aus dem Jahr 2017 (324 Racer) wurde heuer mit 618 (!) Racern nahezu verdoppelt. Auch der Teamrekord aus dem selben Jahr stieg von 116 auf unglaubliche 340 Teams!

Die Solo-Wertung wird von nun an fixer Bestandteil des "Austrian BirdRace sein.

 


Team-Wertung 2020 (relativ)

Platz 1

Florian Billinger, Paula Wegenschimmel, Karl Billinger

(Team: „FlussuferLäufer“)

Mit 107 Arten und 110,88% der Relativwertung holt sich das oberösterreichische Team "FlussuferLäufer" den 1. Platz in der Relativ- UND Absolutwertung!

Florian Billinger, Paula Wegenschimmel und Karl Billinger suchten auf 48 km Wegstrecke neben Waldgebieten und Kulturlandschaft mehrfach das Europaschutzgebiet „Unterer Inn“ mit seinen Vogelinseln bei Katzenbergleithen auf. Highlights der 18h-Tour waren Wachtelkönig, Schleiereule und Schwarzkopfmöwe.

 

Herzliche Gratulation und Prost zum Doppelsieg!

 

Platz 2

Andreas Tiefenbach

(Einzelteam "Natur aktuell 1")

Schon mehrfach zeigte Andreas Tiefenbach beim BirdRace auf - u.a. 2016 als Gesamtsieger mit seiner nunmehrigen Frau Gudrun. Heuer belegt der Steirer sowohl in der Relativ- als auch in der Absolutwertung mit 101 Arten und 95,28% den 2. Platz. Als Solo-Racer streift er auch den ersten Sieg in dieser neuen Kategorie ein - herzliche Gratulation!

 

Quasi in seinem Wohnzimmer radelte Andreas sternförmig alle Lebensräume rund um den Kirchberger Mühlteich ab. Immer wieder konnte er am Mühlteich manche nur für kurze Zeit rastende Zugvögel entdecken. Seine Highlights: Zwergmöwe, Trauerseeschwalbe, Brachpieper und Rotfußfalke.

 

Platz 3

Werner Petutschnig, Peter Rass

(Team: "Stauseeläufer")

Kolbenenten in einem neuen Brutgebiet
Kolbenenten in einem neuen Brutgebiet

Die zwei Kärntner Ornithologen Werner Petutschnig und Peter Rass wollten eigentlich alleine Racen. Als sie sich dann aber gegen 05:00 zufällig am Völkermarkter Stausee trafen, taten sie sich spontan zu einem Team zusammen. Die äußerst erfahrenen Gebietskenner entdeckten bis zum frühen Nachmittag 92 Arten (94,84%), was ihnen den 3. Platz der Relativwertung sicherte. Trauer- ,Weißflügelseeschwalbe, Rallen-, Seiden und Purpurreiher, Fischadler sowie Rotfussfalken waren die spektakulärsten Arten diese Teams.

 

In der Absolutwertung belegen sie den 5. Platz.

Platz 4

Erika Pilz

(Team: "The Lonely Birder")

Symbolfoto Temminckstrandläufer
Symbolfoto Temminckstrandläufer

Die "Katzenbergleithen" am Unteren Inn haben es auch Erika Pilz angetan. Die treue oberösterreichische BirdRacerin freute sich über persönliche Erstbeobachtungen für heuer durch coronabedingte Einschränkungen beim Birden.

Auf ihrer Tour entlang des Inns erreichte sie mit 85 Arten (88,08%) den 4. Platz der Relativwertung und den 2. Stockerlplatz in der Einzelwertung. Highlight waren sicher Seidenreiher, Temminckstrandläufer, Grünschenkel, Schwarzkopfmöwe und Trauerseeschwalbe.

In der Absolutwertung belegt sie den 8.Platz.

Platz 5

Filip Reiter

(Team: "kilometerFREsser")

Symbolfoto Trauerseeschwalbe
Symbolfoto Trauerseeschwalbe

Rund um das Donaukraftwerk Ottensheim-Wilhering war der "kilometerFREsser" Filip Reiter unterwegs. In 10 Stunden schaffte er zwar nur 25 km, dafür aber 83 Arten (86,01%), womit er den 5. Platz in der Relativwertung belegt. Schwarzkopfmöwe und Trauerseeschwalbe zählten wie auch beim vorigen Team zu den persönlichen Highlights.
In der Absolutwertung ergibt das ebenfalls den 13. Platz!


Team-Wertung 2020(relativ)

(Gesichtete Arten relativ zur lokalen Gesamt-Artenzahl)

Rang

TeamName

BL

Arten

100%-Marke

Prozent

1

Die FlussuferLäufer

O

107

96,5

110,88

2

Natur aktuell 1

M

101

106

95,28

3

Stauseeläufer

K

92

97

94,84

4

The Lonely Birder

O

85

96,5

88,08

5

kilometerFREsser

O

83

96,5

86,01

6

Heast as net

W

77

96

80,21

7

Krauskopfpelikan_01

S

87

108,5

80,18

8

Die Heute-Mal-Nicht-Mit-Masken-Stelzen

O

77

96,5

79,79

9

Geracer

N

99

127

77,95

10

Neudau

M

78

106

73,58

 


Team-Wertung 2020(absolut)

(Gesichtete Arten je Team)

Rang

TeamName

BL

Arten

1

Die FlussuferLäufer

O

107

2

Natur aktuell 1

M

101

3

Geracer

N

99

4

St. Martins Maskenstelzen

B

98

5

Stauseeläufer

K

92

6

Naturschutzpark-Birder

B

88

7

Krauskopfpelikan_01

S

87

8

Hitzestich

V

85

8

GKO

B

85

8

The Lonely Birder

O

85

 


Bundesländer-Beteiligung (Profi-Wertung)

Bundesland

AnzahlTeams

AnzahlTeilnehmer

Burgenland

18

27

Kärnten

15

22

Niederösterreich

42

86

Oberösterreich

25

54

Salzburg

19

38

Steiermark

12

26

Tirol

14

28

Vorarlberg

46

65

Wien

29

51

 


BirdRace-Entwicklung (Stand 2019)

wird noch aktualisiert

 

 


Bundesland-Wertung 2020

Nahezu alle Bundesländer schafften heuer einen Sprung über die 100% Marke. Mit recht knappem Abstand vor dem Vorjahressieger Kärnten geht die relative Bundesländerwertung heuer nach Tirol. Salzburg klettert vom Keller im Vorjahr in das dritte Stockwerk von oben!

Bundesland-Wertung 2019 relativ

Rang

Bundesland

Arten

100%-Marke

Prozent

1

Tirol

121

99,5

121,6080402

2

Kärnten

152

126

120,6349206

3

Salzburg

142

128,5

110,5058366

4

Oberösterreich

151

141,5

106,7137809

5

Steiermark

146

137

106,5693431

6

Wien

127

122

104,0983607

7

Vorarlberg

168

165,5

101,510574

8

Burgenland

172

170

101,1764706

9

Niederösterreich

161

169

95,26627219

 

Bundesland-Wertung 2020 absolut

Mit einem kleinen Abstand liegen die artenreichen Bundesländer Burgenland und Vorarlberg wieder an ihren gewohnten Plätzen.

Rang

Bundesland

Arten

1

Burgenland

172

2

Vorarlberg

168

3

Niederösterreich

161

4

Kärnten

152

5

Oberösterreich

151

6

Steiermark

146

7

Salzburg

142

8

Wien

127

9

Tirol

121

 


Die weiteren Ergebnisse findet ihr hier

Download
BirdRace-Ergebnisse 2020.xlsx
Microsoft Excel Tabelle 35.6 KB

Häufige Arten + Highlights

Beim heurigen BirdRace konnten 234 Arten festgestellt werden.

 

Die häufigsten Arten waren: Amsel (von 204 Teams gesehen und erneut auf Platz 1), Buchfink (189 Teams), Kohlmeise (188 Teams), Aaskrähe (179 Teams), Turmfalke (171 Teams), Mönchsgrasmücke (170 Teams) sowie Blaumeise (69 Teams).

 

Ornithologische Highlights des heurigen BirdRace waren:

  • eine Doppelschnepfe in der Steiermark
  • ein Schwarzstirnwürger in Niederösterreich
  • eine Zwergseeschwalbe und ein Orpheusspötter in Vorarlberg
  • ein Rallenreiher im Burgenland und zwei weitere in Kärnten. Zum Zeitpunkt des BirdRace fand ein relativ starker Einflug dieser Art in Österreich statt

 

"leider nicht"-Kandidaten

Die Liste der zu erwartenden, dann aber doch aus diversen Gründen nicht festgestellten Arten ist heuer besonders kurz. Die Bundesländer-Koordinatoren haben heuer sehr gute Arbeit geleistet und ihre Teams in den unterschiedlichsten Lebensräumen verteilt.

Dank gilt natürlich auch den zahlreichen Racer/Innen, die die Rennstrapazen auf sich genommen haben!

 

im mehr oder weniger alpinen Raum: Bartgeier, Steinhuhn, Waldschnepfe, Habichtskauz, Raufußkauz und Steinrötel.

 

in den Niederungen: Triel, Zwergohreule, Blauracke und Zwergschnäpper.

in den Feuchtgebieten:  Spießente, Tüpfelsumpfhuhn, Zwergstrandläufer und Teichwasserläufer.

 


Die kreativsten Teamnamen

Die Teamnamen waren durchaus kreativ - der eine oder andere Teamname wurde offensichtich von der aktuellen Krise inspiriert: Die Heute-Mal-Nicht-Mit-Masken-Stelzen, St. Martins Maskenstelzen, Die Maskenwürger, Das Kar-Tier, Hitzestich, Chris de Bird, Lonesome Pipit, Kurzarbeitornis, Der Blänkenkartierer, Die Karottengernbeißer, CoronaVögel, Bird-Luager, Einsamer Rotbacken-Pfeifdrüsling, Fotogra-Fitis unheilbar, MaskenUferLäufer, Super-STARs und Corvid-18.


Sponsoren-Ranking

Wie in vielen Ländern üblich, sind auch die Teilnehmer des "Austrian BirdRace" aufgerufen, einen oder mehrere Teamsponsoren zu suchen, um die notierten Arten für ein Artenschutzprojekt zu vergolden.

Heuer wird mit den Spendengeldern die Arbeit von BirdLife-Österreich im Kampf gegen die illegale Greifvogelverfolgung in Österreich unterstützt.

Je mehr Arten gesehen werden, desto besser für die Natur!

 

Diesem Aufruf sind folgende Teams und Sponsoren gefolgt:

Die Auflistung folgt in Kürze - wir nehmen gerne noch Spenden entgegen.

Nach Spendenzusage wird eine Rechnung von BirdLife-Österreich per Post zugestellt.


Artenschutzprojekt 2020

In den letzten Jahren wurden mit den Spendengeldern des Austrian BirdRace Artenschutzprojekte der Siegerbundesländer der Relativwertung unterstützt.

Heuer wollen wir ein nationales Vogelschutzprojekt  von BirdLife-Östterreich unterstützen: den Kampf gegen die illegale Greifvogelverfolgung.


Preise 2020

Preise (siehe Preise und Sponsoren) und Urkunden kommen in den nächsten Wochen per Post oder Mail nach Hause.


Danke an...

Spezieller Dank gilt auch heuer wieder den Bundesländer-Koordinatoren, sowie Harald Hackel (Grafik), Susanne Schreiner (Presse-BirdLife), Lisa Lugerbauer (Social-Media BirdLife) Eva Karner-Ranner (BirdLife) , Norbert Teufelbauer (BirdLife) und Klaus Hofer (Auswertung).

 

Good Birding

Euer

Christoph Roland